Femizide auf der Opernbühne

Heute wissen wir: Femizide sind keine Einzelfälle, sondern Resultat von struktureller Gewalt, deren Aus- gangspunkt in den patriarchalen Machtverhältnissen einer Gesellschaft liegt. Während die Problematik der Reproduktion geschlechterspezifischer Gewalt im Popbereich und im Schauspiel ein grosses Thema ist, verschliesst sich ihr der Opernbetrieb weiterhin.

Das Podium «Femizide auf der Opernbühne» versucht, ausgehend vom realen Femizid an der Schweizer Opernsängerin Anna Sutter, dagegen zu wirken.

Gisela Nyfeler, Betriebsleiterin Casino Theater Burgdorf, hat sich im Rahmen einer Recherche mit der Thematik auseinandergesetzt. In einem ersten Teil wird sie ein kurzes Inputreferat dazu halten. Im An- schluss findet unter der Leitung von Theresa Beyer (Journalistin SRF Kultur) eine Diskussionsrunde mit Caroline Bungeroth (Sängerin und Kabarettistin), Meike Leiser (Dramaturgin Theater Orchester Biel Solothurn – TOBS!) sowie Rainer Karlitschek (Operndirektor Bühnen Bern) statt.


ROLLENSTEREOTYPEN IN DER OPER

Lisa Paus, die deutsche Bundesfamilienministerin sagte 2023: «Wir leben immer noch in einer teilweise patriarchal geprägten Gesellschaft. (...) Aus dieser patriarchalen Haltung kann sehr schnell Gewalt gegen Frauen folgen. Bei Femiziden geht es um Macht, nicht um Liebe. Das hat viel mit Rollenstereotypen zu tun, die wir bekämpfen müssen.» Genau diese Stereotypen und Machtverhältnisse werden in den so- genannten «Frauenopern» um 1900 zementiert und bis heute – meist werkgetreu und unreflektiert – fast täglich und weltweit auf Opernbühnen reproduziert.

Samstag, 31. Oktober 2026, 11:00 Uhr 240 freie Plätze Nr. 12
Casino Theater, Kirchbühl 14
90 Minuten
Ticketpreis | Mitglieder CHF 27.00 | Nicht Mitglieder CHF 30.00

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